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Unter den Linden 76 10117 Berlin ( Mitte ) (Stadtplanausschnitt) Ansicht Unter den Linden /
Ecke Wilhelmstraße Foto : S. Röpke |
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Das neue Botschaftsgebäude der Republik Ungarn gegenüber dem Pariser Platz, in der Nähe des Brandenburger Tores, wurde an einem historischen Tag, am 11. September 2001 eröffnet. Das Äussere des Gebäudes ist von Schlichtheit geprägt. Seine Fassade ist mit ungleich grossen Platten aus gelbgrau geflammtem, ungarischem Kalkstein verkleidet. Die kleinen Keramikelemente stammen aus den berühmten Zsolnay-Werkstätten in Südungarn und gehörten schon zu den bevorzugten Dekorelementen der Sezession. Diese ungarisch-österreichische Spielart der Jugendstil-Architektur war im Gebiet der habsburgischen Monarchie verbreitet. Die symmetrisch dreigegliederte Lochfassade und die grosszügig verglaste Ecke werden von der gleichmässigen Reihe schmaler Fenster im fünften Geschoss zusammengehalten: ein Eindruck, der durch das umlaufende, in der Sonne farbig schillernde Keramikband noch betont wird. Das zweiflügelige, fünfgeschossige Haus überrascht zunächst mit einem für eine Botschaft ungewöhnlich offenen, verglasten Sockelbereich. Beide Gebäudeflügel haben einen separaten Eingang. Vom Zugang an der Wilhelmstrasse gelangt man in die Konsularabteilung. Der Haupteingang liegt Unter den Linden und führt nicht nur in die Repräsentations- und Arbeitsräume der Obergeschosse, sondern auch in ein grosszügiges, lichtdurchflutetes und mit Sitzgelegenheiten ausgestattetes Foyer, das sich über die ganze Fläche des Sockelgeschosses erstreckt. Die beiden Gebäuderiegel Unter den Linden und Wilhelmstrasse werden im Gebäudeinneren über ein haushohes, überdachtes Atrium zusammengeführt, dessen Hofseite durchgängig verglast ist und das in jeder Etage einen Wintergarten mit Tageslicht versorgt. Die neue Botschaft lädt die Passanten des Boulevards Unter den Linden in eine hauseigene Galerie im Erdgeschoss ein und öffnet sich auf diese Weise der Stadt. In dem vom offenen Foyer separierten, bis zur Decke verglasten Raum finden wechselnde Ausstellungen, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Quelle: "Botschaft der Republik Ungarn", Stadtwandel Verlag, Berlin 2001 | ||
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letzte Änderung dieser Seite : 03.02.2002
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